Gast-Blogger, Mai Mergili

To read this post in English…

Willkommen my friend Mai Mergili from Pencil Pillow to Morning Erection’s monthly guest post. Mai has a great blog with a modest following but it was in reading her blog for the first time that I knew I wanted her to guest post for me. She willingly and graciously agreed to be my guest and in doing so has become my youngest blogger and my first blogger not on WordPress. It takes a lot to successfully run a blog and in creating this guest post I know it took time away from her own blog. Thank you for taking that time, Mai. Readers, as a favor to me please show Mai the courtesy of leaving lots of kommentare. Thank you very much.


If Words Were My Language

Der siebte Oktober, ich öffnete mein Hotmail-Postfach … “PLEASE MODERATE, Tom Baker commented on …”

Sawasdee-ka,

so beginne ich all meine Blogeinträge, also los geht’s.

Wenn mir jemand erzählt hätte, dass ich auf einem Blog, der „Morning Erection“ heißt, bloggen werde, hätte ich das nicht geglaubt und dumm gegrinst. Doch als Tom am besagten Oktobertag einen meiner Einträge kommentierte, mich dann subscribte und auch fast alle weiteren Einträge so nett und konstruktiv bewertete, konnte ich gar nicht anders, als zuzustimmen, als er mich fragte – und irgendwie hat dieses Offensive etwas und catcht die Menschen. Die Tatsache, dass Tom mir mir einen Eintrag auf seinem Blog anvertraute, der erst in fast einem halben Jahr stattfinden sollte, war eine große Ehre für mich, die gerade erst mit Bloggen und Fotografieren angefangen hatte.

Ehe ich mich versah, war es Februar und ich saß eine Weile daran, etwas vorzubereiten.

Keine Ahnung, was man als Guestblogger schreibt, Wörter sind eigentlich auch nicht meine Sprache, ihr werdet es wohl gleich sehen. Doch ich willigte ein, einerseits, weil ich Tom und sein Blog toll finde, und andererseits, weil er mir sagte, dass ich „ein Model sein könnte“ (Mädels, gebt’s zu, damit hätte er euch auch für sich gewonnen …).

Letzte Woche, auf dem Weg in die Stadt mit einer guten Freundin, fragte sie mich: „Magst du es lieber, vor oder hinter der Kamera zu stehen?“. Ich musste die Zigarette erst zu Ende rauchen, ehe ich mit „Keine Ahnung“ antwortete. „Du machst dich gut vor der Kamera, aber auch dahinter“, sagte sie noch und brachte mich damit zum Lächeln. Natürlich beließ ich es nicht dabei und dachte noch viel darüber nach. Hinter der Kamera zu stehen hat ungemein viele Vorteile; du kannst das fotografieren, was du möchtest, aus jeder Perspektive und du kannst Anweisungen geben. Du bist diejenige, die das Bühnenbild entwirft, das Drehbuch schreibt und die passenden Kostüme aussucht – du hast die “Macht”. Aber wer möchte denn nicht im Rampenlicht stehen und die schönen Klamotten tragen? Wer möchte denn nicht schöne Abzüge von sich selbst haben, in einer perfekt konstruierten Kulisse?

1) Geboren bin ich vor fast 17 Jahren in Bangkok. Meine Eltern sagen immer, ich wollte schon als Dreijährige nur kitschige Blumenkleider und rosa Röckchen tragen. Zum Beweis schauten wir uns alte Kindervideos und Fotos an und wir bemerkten außerdem, dass ich mich immer (beinahe schon exhibitionistisch) in den Vordergrund drängte. Leider, oder vielleicht auch zum Glück, haben sich diese beiden Eigenschaften noch tiefer ausgeprägt und ich entwickelte eine bemerkenswerte Passion für Kleider und Photographie. Mein Blog ist nun mein Ventil und die Möglichkeit, zu zeigen, was mir das bedeutet und praktischerweise lassen sich beide Sachen so gut verbinden. Ich möchte nicht wie ein „Vintage-Hipster-Girl“ klingen, aber Kleidung ist einfach das, was dich repräsentiert und der Welt zeigt, wofür du dich entschieden hast und was du bist oder sein möchtest. Doch Mode ist nicht einfach nur Shoppen gehen und in der Vogue blättern, sich inspirieren lassen und dann die 1,80m großen Models beneiden und kopieren. Mode ist wie Malen – am Ende entsteht ein originelles Gesamtwerk. Wenn jemand jemandes Bild abmalen würde oder ein Schrifsteller die Idee eines anderen klaut, würde er verurteilt werden, wieso gilt das nicht für Kleidung. Es ist die Wahl von Form, Stoff und Farbe, dass es etwas Schönes und Übersinnliches ergibt.

Das alles klingt jetzt sehr ernst, dabei lehne ich mich gegen dieses steife Verhalten auf, denn erstens gehe ich höchstens (ALLERHÖCHSTENS) einmal im Monat shoppen, zweitens lese ich mittlerweile kaum Modezeitschriften und drittens … ziehe ich sogar manchmal die Woche dreimal dasselbe an. Das Schöne in der Mode ist nämlich, es gibt keine Regeln (früher sagte man zwar immer „Keine Socken mit Ballerinas“ … aber, kommt schon). Gott sei Dank gibt es keine. Was wäre die Welt, gäbe es Regeln für Mode? Schrecklich! Solange man tun und lassen kann, was man will, bin ich dabei, doch ich würde sofort meine Leidenschaft für die Sache sofort verlieren, hieße es, du hättest nicht mehr die Freiheit, zu entscheiden. Mode ist eine der wenigen Dinge in der Welt, die uns noch die vollkommene Meinungsfreiheit überlassen. Ich greife (fast) niemals wahllos in den Kleiderschrank (nur, wenn ich wirklich vergammelt bin), aber ich gehe locker damit um. Ich schüttele den Kopf über die Menschen, die am Flughafen und in der Schule mit 15cm-Heels rumlaufen. „Schweig“, sage ich zu den Mädels, die mir Artikel aus der Glamour oder der Jolie zitieren. Deine Klamotten müssen sich deinem Leben anpassen und nicht andersrum. Alles andere wäre verkrampft und Möchtegern.

2) Jetzt kommen wir zu dem zweiten Aspekt. Wenn ich mich dann in meinen Klamotten auf Fotos sehe, schlucke ich manchmal. Ich habe ein großes Selbstvertrauen mit kleinen Kratzern – was ja auch vollkommen normal ist, ansonsten wäre ich ja ein Narzist. Doch ich erwähnte, ich bin Asiatin. Dennoch lebe ich in Deutschland, fliege allerdings jedes Jahr zurück – und wenn ich dann die klapprigen Mädels sehe, deren Dichte geringer als Luft sein könnten, will ich manchmal meinen Kopf an die Wand schlagen. Wenn ich es auf diesen großen Familienfeiern nicht schaffe, wegzulaufen und mich zu verstecken, muss ich Konversationen mit Verwandten führen und dann fällt oft so etwas wie „Du bist ja ein hübsches Mädchen, aber … deine Beine, deine Beine … schau mal die deiner Cousine an, die hat richtig schöne Beine“ – aber wenn meine Cousine 1,65m groß ist und nur 45kg wiegt, möchte ich eigentlich sagen: „Ehhh – NEIN?!“, auch wenn ich 10 cm kleiner bin und drei Kilo mehr auf den Rippen habe. Fotos von sich selbst zu sehen ist also fast dasselbe, wie einen Spiegel vor’s Gesicht gehalten zu bekommen. Und dann gibt es Menschen, die auf Fotos super aussehen – aber, und diese Menschen beeindrucken mich noch sehr viel mehr, gibt es auch andere Menschen, diese Menschen lassen andere Menschen auf Fotos gut aussehen. Also wünschte ich mir zu meinem 16. Geburtstag eine Kamera, denn ich wollte zu der zweiten Sorte dazugehören. Natürlich kann ich nicht objektiv beurteilen, ob ich mein Ziel erreicht habe, aber ich hatte bereits vor ein paar Tagen einen langen Artikel darüber geschrieben, wie viel mir das Ganze nun bedeutet, sentimentales Geschwafel, also blende ich den Erfolg oder auch Nicht-Erfolg aus, denn darum geht es bei mir gar nicht mehr.

Die Frage ist allerdings, was passiert, wenn man den ersten Aspekt und den zweiten verbindet, denn daraus ergäbe sich eine tolle Chance. Eine Chance, die es ermöglicht, ganz ganz viel auszudrücken.

Es gibt eine Antwort auf diese Frage und tja, wer sie erfahren möchte, muss wohl an meinen Arbeiten dranbleiben. ;)

So viel schreibe ich normalerweise nicht, denn normalerweise funktioniert das bei mir ganz anders. Aber wenn schon, denn schon, ein großes Lob an Tom und sein Blog und danke an ihn und alle, die bis zum Ende durchgehalten haben. Dieser Artikel gebührt ihm! Und wiedermal folgt nun etwas weniger Anstrenges für’s Auge.

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  1. #1 by deep cleaning on December 15, 2014 - 10:04 PM

    Hi to every body, it’s my first visit of this
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  2. #2 by flirtingwithfashion on February 25, 2012 - 7:31 AM

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